Anwendungstabelle

 

allgemeine Informationen

zur Befestigungstechnik

 

Bohrer + Untergrund

 

welche

Dübel Stahl-Anker Ankerbolzen Einschlaganker

Injektionsmörtel Verbundmörtel

chemische Dübel Anker Mörtelpatrone

in

Mauerziegel Vollziegel Hohlziegel Hohllochziegel

Hohlkammerstein Kalksandvollstein Beton Hohlblockstein

aus Leichtbeton Porenbeton Gipskarton Dämmstoffen

Rigips Holz Poroton-Baustoffen

 

Anwendungsbedingungen (Umgebungsbedingungen) :

 

Bauteile unter den Bedingungen trockener Innenräume

   = verzinkter Stahl, rostfreier Stahl, hoch rostfreier Stahl

Bauteile im Freien einschließlich Industrieatmosphäre und Meeresnähe

   = rostfreier Stahl, hoch rostfreier Stahl

Bauteile in Feuchträumen, wenn keine besonders

   aggressiven Bedingungen vorliegen

   = rostfreier Stahl, hoch rostfreier Stahl

Bauteile in Feuchträumen, wenn besonders aggressive

   Bedingungen vorliegen

   = hoch rostfreier Stahl

  

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BELASTUNG

Lasten sind die Kräfte, die auf die Befestigung einwirken. Sie können statisch permanent oder dynamisch sein. Meist kann die Last als statisch angesehen werden, aber in einigen besonderen Fällen kann es sich auch um dynamische Lasten handeln wie z. B. bei der Befestigung von Werkzeugmaschinen, Rohren oder Eisenbahnschienen.

Bei der Art der Last, die das zu befestigende Element auf den Anker überträgt, kann man unterscheiden:

  • Zuglast oder axiale Last (Richtung parallel zur Achse des Ankers).
  • Querkraft oder Scherlast (Richtung rechtwinklig zur Achse des Ankers).
  • Schräglast (Richtung schräg zur Achse des Ankers).
  • Schräglast im Abstand, auch Biegelast  Richtung schräg oder rechtwinklig zur Achse des Ankers und mit einem Angriffspunkt im Abstand vom Befestigungsniveau

FUNKTIONSPRINZIPIEN

In der Befestigungstechnik gibt es drei Funktionsprinzipien.

  • Formschluss.

Der Anker greift in die hierzu vorbereitete Form des Bohrloches ein.

  • Reibschluss.

Die Last wird durch die Reibung an der Bohrlochwand, die durch Expansion erzeugt wird, übertragen.

  • Stoffschluss.

Dies ist bei den chemischen Ankern der Fall. Durch die Adhäsion des Mörtels an der Bohrlochwand sowie am Dübel wird die Last übertragen.

 

VERSAGENSARTEN

Die Gründe für das Versagen einer Verankerung sind zahlreich und hängen von den Eigenschaften der Befestigung ab. Die wichtigsten Faktoren, die die Versagensart beeinflussen, sind die folgenden:

  • Tragfähigkeit des Untergrundes
  • Art der Belastung
  • geometrische Bedingungen (Dicke des Untergrundes, Achsabstand, Randabstand)
  • Qualität des Ankers

AUSFÜHRUNG

Nachdem die Eigenschaften des Untergrundes und die Art der Last ermittelt wurde, ist der Typ der Befestigung zu berücksichtigen. Zunächst ist wichtig zu unterscheiden zwischen den beiden Typen von Befestigungssystemen und den beiden Typen der Ankerexpansion.

•    Vorsteckmontage: Der Durchmesser des Ankers ist größer als die Bohrung in dem zu befestigenden   Element. Das Element wird somit aufgebracht nachdem der Anker in das Bohrloch eingesetzt wurde.

•    Durchsteckmontage: Der Anker wird durch die Bohrung in dem zu befestigenden Teil in das Bohrloch im Untergrundmaterial eingeführt.

 

• Expansion durch Schrauben.

• Expansion durch Einschlagen

 

Bei der Durchführung der Befestigung sind folgende Punkte zu beachten:

Benutzen Sie einen neuen Bohrer von guter Qualität. Bohren Sie rechtwinklig zum Untergrund. Bohren Sie in empfindlichen Untergründen nicht mit Schlagbohrfunktion (Hohlziegel, Fliesen).

Reinigen Sie immer das Bohrloch. Das verbleibende Bohrmehl reduziert die Effizienz der Verankerung erheblich, besonders bei chemischen Ankern.

Kontrollieren Sie die Setztiefe im Verhältnis zur Länge des Teils, um die korrekte Expansion zu gewährleisten. Es ist wichtig zu prüfen, dass der tragende Bereich des Untergrundes vom Anker erreicht wird und Putz oder Isolierungsmaterial überbrückt werden.

Im Falle der Vorsteckmontage Anker in das Bohrloch einführen, Element positionieren, Zubehör einsetzen und anziehen.

Im Falle der Durchsteckmontage Anker durch das Bauteil in das Bohrloch einführen und anziehen.

Im Falle einer Verankerung durch Verschraubung wird die Montage durch die Verschraubung mit dem richtigen Drehmoment abgeschlossen.

Im Falle der Schlagmontage (Turbo Jet) ist es erforderlich mit einem Hammer die Schraube/

den Anker einzuschlagen.

Im Falle BETA Acciaio ist mit einem Setzwerkzeug der interne Konus einzuschlagen, bis die Expansion abgeschlossen ist.

Zum Anziehen der Schrauben/Muttern ist passendes Werkzeug zu benutzen und das richtige Drehmoment anzuwenden.

 

Schützen Sie Ihre Augen.

 

Achten Sie darauf, dass sich beim Anziehen eine Vorspannung aufbaut, die das zu befestigende Teil gegen den Untergrund zieht.

Befestigung durch Adhäsion

Im Falle der chemischen Anker erfolgt Verankerung durch Adhäsion.

Für eine korrekte Installation sind die folgenden Anweisungen zu beachten.

Führen Sie das Bohrloch nach den technischen Tabellen aus.

In vollen Untergründen reinigen Sie das Bohrloch durch Ausblasen mit unserem Ausbläser PA oder mit einem Kompressor.

Schrauben Sie den Verschluß ab.

Schneiden Sie die herausstehende Spitze des Beutels ab. (nur Kartusche 300 ml).

Nachdem Sie die Kartusche in eine Pistole eingesetzt und den Mischer aufgeschraubt haben, spritzen Sie den austretenden Mörtel auf ein Stück Karton bis eine gleichmäßige graue Färbung eintritt.

Spritzen Sie vom Ende her den Mörtel in das Bohrloch und füllen es zu 2/3.

Es empfiehlt sich die Arbeiten nicht zu unterbrechen, da sonst der Mörtel im Mischer aushärten könnte. Dieser wird dadurch unbrauchbar und ist zu ersetzen.

Führen Sie das zu befestigende Element mit einer leichten Drehung von Hand in das Bohrloch ein. Beachten Sie dabei die Verarbeitungszeiten. Beginnt der Mörtel auszuhärten, lässt sich die Verankerung nicht mehr durchführen.

Nach den vorgeschriebenen Aushärtezeiten kann das zu befestigende Teil montiert und die Mutter angezogen werden.

Beim Einsatz in Kammersteinen und sonstigen Hohlmaterialien bleibt die Vorgehensweise unverändert, aber es wird in das Bohrloch eine Kunststoffsiebhülse oder eine Metallsiebhülse eingesetzt, die die richtige Dosierung des Mörtels bewirkt und vermeidet, dass er in die Hohlräume eintritt.

 

MONTAGEFEHLER

Wenn der Anker in der vorgeschriebenen Weise montiert wurde, ist eine sichere Befestigung realisiert. Sollten die Instruktionen nicht exakt befolgt worden sein, kann die Tragfähigkeit des Ankers niedriger sein, oder seine Nutzung gar unmöglich.

Nachfolgend eine Liste der häufigsten Fehler, die einer guten Befestigung im

Wege stehen:

• Bohrer mit falschem Durchmesser (zu groß oder zu klein)

• Schlagbohren in nicht festem Untergrund

• Bohrloch nicht gereinigt

ANKER UNTER ZUGBELASTUNG

Wenn die Verankerung unter Zugbelastung versagt, kann dies auf folgende Weise  geschehen:

A) Bruch des Ankergrundes.

Dies ist der häufigste Fall. Wenn der Anker in Beton befestigt wurde, bricht meist ein konusförmiges Stück Beton heraus. Wurde der Anker in der Nähe zum Rand des Ankergrundes gesetzt, geschieht der Bruch auf andere Weise.

B) Bruch des Ankers.

Dies geschieht in der Regel nur, wenn der Anker in hochfestem Beton gesetzt wurde und die Festigkeit der Dübel oder Schrauben zu schwach war.

C) Herausziehen des Ankers.

Dies geschieht, wenn die aufgebrachte Last die Reibkraft bei Expansionsankern oder bei chemischen Ankern die Adhäsionskraft überschreitet.

Testversion Mörtelverbrauch
automatische Berechnung nach Eingabe
der erforderlichen Werte
Füllungen pro Kartusche Befestigungstech[...]
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Bohrmehl 

Beton staubfein, aber noch rieselfähig, weiss hellgrau
Porenbeton weiß, grobkörnig, leicht schmierig
Ziegel Lochziegel aus Ton rot bis gelblich
Kalksandstein weiß, sandig
Gipskarton fein, weiß, klebt am Bohrer
Gipsfaserplatten hellgrau

Bohrer + Untergrund

KLB-Mauerwerk

Klimaleichtblöcke

Hohlziegel Lochsteine

auf Schnitt angeschliffene

Hartmetall-Steinbohrer verwenden

nicht schlagbohren

 

immer Schutzbrille tragen

Dübel halten

in Beton, Vollbaustoffen und Porenbeton durch Spreizung,

in Lochsteinen durch Spreizung und / oder Verknotung,

in Gipskartonplatten durch Verknotung auf der Plattenrückseite,

Dübel mit langem Spreizteil

Verankerung in mehreren Steinstegen

 

Schraube Gewinde immer länger als Dübel,

Maß mindestens

Dübellänge + Dübeldurchmesser

 

Je mehr Stege in Hohlziegeln durchbohrt werden, desto besser verteilen sich bei entsprechender Dübellänge Druck- und Zugkräfte im Ziegel.

Bei geringen Anforderungen können Nylon-Spreiz- bzw. Rahmendübel mit langem Spreizteil zur sicheren Verankerung über mehrere Ziegelstege verwendet werden.

 

Höhere Belastungen z. B. durch Markisen, Vordächer, Handläufe, WC’s und Waschbecken können durch Befestigung mit Injektionsdübeln erreicht werden.

Dübel für tragende Konstruktionen müssen ingenieurmäßig geplant und bemessen werden.

Für Dübel in tragenden Konstruktionen ist eine bauaufsichtliche Zulassung vom Dübelhersteller erforderlich.

Liste der gängigen Strichcode Barcode

QR Code DataMatrix Typen

in der Tabelle 

können Sie alle Details zu den Codes aufrufen

Tabelle lineare Codes 2D Barcodes
mobile tagging QR-Code
Quick Response Code DataMatrix
EAN GTIN UPC GS1 DataBar
Tabelle Strichcodes.doc
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letzte Aktualisierung 30.4.2018